Mitteldeutsche Vereinsmeisterschaften

Mit der Teilnahme des Club maritim Erfurt an der Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaft am 16./17. Oktober blicken wir auf einen gelungenen Jahresabschluss der Regattasaison.
Abseits der eigenen Bootsklassen und in ungewohnter Teamkonstellation galt es sich kurzerhand aufeinander einzustellen, die seglerischen Horizonte zu erweitern und neue Erfahrungen im Umgang mit der Kielbootklasse zu sammeln. Stets dabei immer die Leidenschaft am Segelsport, die alle Crewmitglieder eint.

In Kooperation der Segler-Verbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entstand die Möglichkeit zu einer gemeinsam ausgetragenen Segelveranstaltung. Ein noch verhältnismäßig junges Format, in dem sich die mitteldeutschen Vereine präsentieren und Sportler auf und abseits des Wassers in Kontakt treten können. Besonders junge Sportler sollen gefördert werden, welche sich in jeder Besatzung sowie in einer separaten Jugendwertung wieder finden.
Auch den Seglern vom Alperstedter See gelang es sich einen der insgesamt 25 begehrten Startplätze auf den J70-Booten, die der Segelbundesliga entliehen sind, zu sichern. Dabei amtierende Deutsche Meister, routinierte Regatta- und erfahrene Fahrtensegler des Club maritim, welche die Positionen des Steuermannes, Taktikers sowie auf dem Vorschiff den Fock- und Genuatrimmer besetzten.

Anspruchsvolle Windbedingungen

Nach dem Auslosen der Gruppen für die Qualifikationsrennen und einer Kurzeinweisung in die vorhandene Bootstechnik, galt es ohne ausgiebige Testmöglichkeiten, um eine bestmögliche Einordnung in die Finalläufe zu kämpfen. Die über den ersten Wettkampftag anspruchsvollen Windbedingungen erschwerten auch für die Organisierenden die Einhaltung des straffen Zeitplanes. Insbesondere die richtige Taktik schon in der Vorstartphase zeigte sich für die Segler von entscheidender Bedeutung. Das reine fahrerische Können genügte dabei nicht, um sich auf den kurzen Schlägen ausreichend von den Konkurrenzteams abzusetzen.

Zur Auswertung einzelner Manöver, gemachter Handlings-Fehler aber auch gelungener Angriffe auf vordere Plätze boten sich die ausgiebigen Pausenzeiten an, in denen weitere Gruppen um wertvolle Wettkampfpunkte rangen. Insgesamt 17 Wettfahrten kamen so im Rahmen der Veranstaltung zustande. Als Stimmungsspitze für die Erfurter Crew galt die Abschlusswettfahrt am Sonntag. Bei mäßigem Wind gelang es nach spannend umkämpftem Rennen im Zieldurchgang voraus zu fahren.

Begeisternde Atmosphäre

Die durchweg begeisternde Atmosphäre bei einer Regatta, in der weniger einzelne Wettkämpfer, sondern vielmehr die Vereine mit ihren Teamleistungen im Vordergrund stehen, trägt uns hoffentlich ein wenig durch den winterlichen Wassersport-Entzug. Während sich alle Segelbegeisterten schon jetzt auf die Austragung im nächsten Jahr freuen und auf die Teilnahme eines Vereinsteams hoffen, so sind sie sich einig: Manche der gewonnenen Erkenntnisse werden bestimmt in der nächsten Segelsaison auch in der eigenen Bootsklasse Anwendung finden.

Justus Niemeier, Sören Westhaus, Björn Wündsch, Benedikt Funk