Zum ersten Mal in diesem Jahr ging es zu einem Jollenmehrkampf

Achtung Ansteckungsgefahr!

Nach einer langen, für Segler höchst ungewöhnlichen Sommerpause ging es am 29.08.2020 für den Club maritim Erfurt zum ersten Mal in diesem Jahr zu einem Jollenmehrkampf (JMK), der offenen Landesmeisterschaft in Sachsen. Die Regatta fand im Rahmen der 1. Mitteldeutschen Segelwoche am Cospudener See in Leipzig statt. Am Start waren 36 Optimisten, darunter 3 aus Erfurt. Bei den 420ern war der Andrang verhaltener, hier gingen nur 10 an den Start, auch davon 3 aus Erfurt.

Coronabedingt gab es natürlich einige Einschränkungen: keine offizielle Verpflegung, kein geöffnetes Regattabüro, keine vereinsübergreifenden Treffen. Aber dank vorausschauender Organisation stellte all dies kein Hindernis dar. Nachdem die Erfurter Wagenburg am Freitagnachmittag errichtet war, wurde der Grill angefeuert und wenige Augenblicke später war jeder versorgt. Gleich am Samstagmorgen, nach der Eröffnung des JMK auf dem Gelände des Leipziger Seesportclubs, kam es zu einer Neuheit: Die Online-Steuerleutebesprechung. Per Livestream wurden durch die Wettfahrtleitung alle wichtigen Informationen an die Segler weitergegeben. Direkt danach folgten die Landdisziplinen Knoten und Wurfleinewerfen, bevor am Mittag der Startschuss zum ersten Segellauf fiel. Bei gutem Wind kam es vor allem in der dritten Wettfahrt bei den 420ern zu knappen Zieleinläufen, durch die sich Sören Westhaus und sein Vorschoter Florian Zenker aus Gotha trotz Punktgleichheit den Gesamtsieg vor den Crews Justus Niemeier/Tom Stiebritz und Marius Trappe/Hannah Trappe sicherten. Bei der JMK-Gesamtwertung der Optimisten räumten Konstantin Trappe, Phil Aufmkolk und Jan Luca Sliwka die Plätze 1, 3 und 4 ab.
Doch mindestens genauso erfreulich, wie die positiven Ergebnisse, war das Erleben der Seglergemeinschaft vor Ort. Trotz Mehraufwand durch Corona haben die ehrenamtlichen Organisatoren und Helfer der Vereine ein erinnerungsreiches Wochenende auf die Beine gestellt, sodass alle Teilnehmer dankbar waren, wieder dabei gewesen zu sein.
Die Ansteckungsgefahr des Vereinslebens ist halt nicht zu unterschätzen!
Hannah und Marius Trappe