Medaillenkrimi bei den Segelknirpsen

Mit großer Flotte waren die Seesportler vom Club maritim Erfurt bei den Deutschen Meisterschaften im Segelmehrkampf in Ueckermünde vertreten.

Bei den Jüngsten, den Optimisten, gehörten die sieben Erfurter Boote, um Vorjahressieger Justus Niemeier, zu den Favoriten. Auch bei den Senioren in der Klasse Ixylon, wo die Segler vom Alperstedter See mit drei Booten vertreten waren, stellten sie mit Jörg Junker und Benedikt Funk die Vorjahressieger.

Bei strahlendem Sonnenschein und reichlich Wind hieß es zunächst beim Knoten und Wurfleinewerfen zu bestehen. Dabei setzte sich bei den Optis Julian Richter mit der Tagesbestleistung gut in Szene. Bei den 420er der Jugendbootklasse wurde es ein reiner Erfurter Dreikampf. In der Klasse Ixylon starteten die Teams Junker/Funk und Rosen/Rosen mit sehr guten Leistungen. Dagegen büßte der Kinder-Vorjahressieger Justus Niemeier mit einem vermeidbaren Fehler schon fast alle Titelchancen ein.

Danach folgten vier Segelläufe auf olympischem Kurs bei Windstärke 4-5 und einer für Binnenländer ungewöhnlich hohen Welle. So überraschte es nicht, dass insgesamt neun Boote, überwiegend nach Materialschäden, vorzeitig aufgeben mussten, von denen glücklicherweise nur ein Erfurter Boot in der Klasse 420er betroffen war. In dieser Bootsklasse setzten sich in allen Läufen die Besatzung Marius Trappe/Henri Jung vor ihren Vereinskameraden Elias Tischoff/Bjarne Mengdehl und sicherten sich vorzeitig den Titel.

Bei den Optis dominierte Justus Niemeier vor seinem Vereinskameraden Tassilo Funken und dem Lokalmatador Ole Klinger. Julian Richter segelte ebenfalls souverän und behauptete seine Führung nun mit knappem Vorsprung vor Justus. Bei den Ixylons kam die Besatzung Junker/Funk auf einen guten dritten Platz, der zumindest noch zu Medaillenhoffnung berechtigte. Beim abschließenden Wurfleinewerfen waren nun starke Nerven gefragt. Bei nachlassendem Wind, dafür aufkommenden Wind, waren die Bedingungen nicht einfach. Trotzdem verstanden einige Athleten zu überzeugen. So auch Hannah Trappe bei den Optimisten, die mit 28,93 m einen deutschen Rekord in ihrer Altersklasse warf, der für sie Platz 1 beim Wurfleinewerfen und Platz 2 in der Endabrechnung bedeutete. Während Julian Richter mit den Bedingungen nicht zurechtkam und deutlich hinter seiner Bestleistung blieb und damit in der Gesamtwertung noch auf Platz drei abrutschte, nutze Justus Niemeier seine Chance und kam mit dem knappen Vorsprung von nur einem Punkt durch einen für ihn guten 24m-Wurf noch auf den ersten Platz in der Gesamtwertung.

Der Dreifacherfolg bei den Optimisten in einem starken Feld von 23 Booten und der Dreifachsieg der konkurrenzlos startenden Erfurter 420er waren eine reichliche Medaillenausbeute, zu der die sonst erfolgreichen Ixylon-Segler nicht beitragen konnten. Durch ein relativ schwaches Wurfergebnis rutschte die beste Erfurter Crew Junker/Funk noch auf Platz 4. Deutscher Meister wurde einmal mehr die Crew Mühlner/Pabst aus Delitzsch. Die weiteren Erfurter Ixylon Segler kamen auf die Plätze acht und elf.

Ergebnisse

Die Ergebnisse findet Ihr auf der Seite http://www.raceoffice.org/event.php?eid=20252362625900bf003d598

Dieser Artikel erschien auch unter:

http://www.sportnet-erfurt.de/modules.php?name=News&file=article&sid=10243